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MPE: Aktuelles vom 19. Februar 2009

GRB 080916C

Am 17. September 2008, 31.7 Stunden nach dem Anfang des Gammastrahlen-
ausbruchs GRB 080916C, wurde das Abklingen des Ausbruchs mit dem Gamma-Ray Burst Optical/Near-Infrared Detector (GROND) beobachtet. GROND ist am 2.2m Max-Planck-Teleskop des europäischen Südsternwarte in La Silla, Chile, montiert.

Bild: MPE / GROND

Extremster bisher beobachteter Gammastrahlenausbruch mit dem NASA Satelliten Fermi gemessen

Der erste Gammastrahlenausbruch der von dem NASA Satelliten Fermi Gamma-ray Space Telescope mit deutlicher Emission im GeV Bereich beobachter wurde, ist auch in anderer Hinsicht bedeutend. Kein Ausbruch davor war so energiereich, zeigte so grosse Geschwindigkeiten des abgestossenen Materials und emittierte zu Begin so hochenergetische Strahlung.
Der Ausbruch mit der Bezeichnung GRB 080916C ereignete sich um 0:13 UT am 16. September 2008 in dem Sternbild Carina. Beide Instrumente des Satelliten Fermi, das grossflächige Teleskop LAT und der mit wesentlicher Beteiligung des MPE gebaute Gamma-ray Burst Monitor, registrierten das Ereignis. Beide Instrumente zusammen konnten die anfängliche Gammastrahlenemission in einem Energiebereich zwischen dem dreitausendfachen und fünfmilliardenfachen der Energie des sichtbaren Lichts nachweisen.
Fast 32 Stunden nach dem Gammastrahlenausbruch suchte eine Gruppe vom MPE unter der Leitung von Jochen Greiner nach dem abklingenden Nachleuchten im optischen und nahinfraroten Bereich. Das Team nahm die Ausbruchsgegend zeitgleich in sieben Wellenlängenbereichen mit dem am MPE gebauten und vom MPE betriebenen Detektor GROND auf.
Bei bestimmten Spektralfarben (Wellenlängen) zeigen entfernte Objekte einen charakteristischen Abfall der Helligkeit der durch Gaswolken verursacht wird, die sich zwischen dem Objekt und dem Beobachter befinden. Je weiter ein Objekt vom Beobachter entfernt ist, umso röter ist die Wellenlänge bei der der Helligkeitsabfall stattfindet. Diese Tatsache benutzen Astronomen um eine schnelle Abschätzung der Entfernung zum Objekt zu erhalten. Die GROND Messungen ergaben, dass die Explosion in einer Entfernung von 12.2 Milliarden Lichtjahren erfolgte.
"War das an sich schon ein besonderer Gammastrahlenausbruch," sagte Julie McEnery von der NASA, "so wurde er durch die vom GROND Team bestimmte Entfernung zu einem ganz aussergewöhnlichen Ausbruch."

Die Online Edition der Zeitschrift Science berichtete erstmals am 19. Februar 2009 über diese Ergebnisse.
Die GROND Ergebnisse werden separat in Astronomy & Astrophysics, veröffentlicht.

externer Verweis Fermi / NASA Pressemitteilung (in englischer Sprache)

externer Verweis Original Veröffentlichung in Science Express
(in englischer Sprache)

externer Verweis Vorabdruck der GROND Ergebnisse
(in englischer Sprache)
Weitere Informationen erhalten Sie von:

J. Greiner Dr. Jochen Greiner
Hochenergie-Gruppe
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Tel.: +49 89 30000-3847
E-Mail: jcg@mpe.mpg.de


  ToP zum Seitenanfang Letzte Änderung: 2009-02-24 durch linkH. Steinle
Ansprechpartnerin: linkJ. Greiner
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