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  VerweisMPE   VerweisAktuelles   Zeiger20090428
MPE: Aktuelles vom 28. April 2009

Neuer Entfernungsrekord
Gammastrahlenausbruch GRB 090423 am Rande des Universums

GRB090423
In diesem Bild ist das rote Objekt das Nachleuchten des Gammastrahlenausbruchs, der nur bei grösseren Wellenlängen (Infrarot) sichtbar ist.
(bessere Auflösung durch klicken auf das Bild)

GRB090423
Oben: von links nach rechts Aufnahmen des Nachleuchtens von GRB 090423 in den sieben Spektralbereichen (g'r'i'z'JHK) von GROND.
Unten: spektrale Energieverteilung (SED) von g' bis K und die theoretisch erwartete SED für ein Objekt bei z = 8.
(bessere Auflösung durch klicken auf das Bild)


Sofort nach der Entdeckungsmeldung des NASA Satelliten Swift über einen Gammastrahlenausbruch am 23. April begannen mehrere Wissenschaftlergruppen weltweit wie üblich mit der Suche nach dem Nachleuchten dieses Objektes. Das Team um Nial Tanvir (UK) berichtete als erste über die Entdeckung des Nachleuchtens im K-Band (2.2-2.4 Mikrometer).
Mit dem am MPE gebauten Instrument linkGROND, das am MPI/ESO Teleskop auf dem La Silla Observatorium (Chile) montiert ist, beobachtete ein Astronomenteam des MPE ca. 15 Stunden nach dem Ausbruch das Objekt gleichzeitig in sieben Spektralbändern (g'r'i'z'JHK). Die Ergebnisse ermöglichten der Gruppe um Jochen Greiner sehr rasch eine Rotverschiebung der Quelle von etwa z = 8 zu berechnen, die sie als das bisher am weitesten entfernteste Objekt am Himmel auswies das je beobachtet wurde. Diese Entfernungsbestimmung wurde später durch Beobachtungen mit TNG (Kanarische Inseln) und dem VLT (ESO/Chile) bestätigt.
Die von Swift beobachtete Explosion fand demnach statt, als das Universum erst ca. 630 Millionen Jahre alt war, das sind nur 4.5 Prozent des heutigen Alters des Universums.
Ausser von Swift wurde der Gammastrahlenausbruch auch von dem Gamma-Ray Burst Monitor ( linkGBM) auf dem Fermi Satelliten gemessen, einem Instrument das in einer Kollaboration des MPE und dem MSFC (USA) gebaut wurde. GBM bestätigte nicht nur die sehr geringe Peak-Energie um 50 keV, sondern wies auch nach, dass es sich bei dem Gammastrahlenausbruch um einen aus der Gruppe der langandauernden Ausbrüche handelt.
Originale GROND Mitteilung:
    external link GCN Circular 9215

external link NASA Pressemitteilung (in englischer Sprache)

external link ESO Pressemitteilung (in englischer Sprache)

external link MPG Pressemitteilung - Interview mit Jochen Greiner

link special page on this burst by J. Greiner.


"Schon seit mehreren Jahren betrachtete man (zumindest in der GRB-Gemeinde) Gammastrahlenausbrüche als ideale Sonden zum Anfang des Universums. Die Entdeckung von GRB 090423 ist eine sehr schöne Bestätigung dieser Annahme. Die rasche Folge von Entdeckungen immer weiter entfernter GRBs (der vorherige Rekordhalter war GRB 080913 mit z = 6.7; externer VerweisVeröffentlichung, externer VerweisNASA Pressemitteilung) zeigt, dass die heutigen Routinenachfolgebeobachtungen geeignet sind, das Nachleuchten aller GRBs mit hoher Rotverschiebung zu erfassen. Das gibt Anlass zu hoffen noch weiter entfernte GRBs zu entdecken, die es dann ermöglichen werden das Zeitalter der ersten Sternentstehung zu untersuchen" (J. Greiner)

Weitere Informationen erhalten Sie von:

J. Greiner linkDr. Jochen Greiner
  Hochenergie-Gruppe
  Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
  Tel.: +49 89 30000-3847
  E-Mail: jcg@mpe.mpg.de


  ToP zum Seitenanfang Letzte Änderung: 2010-04-01 durch linkH. Steinle
Ansprechpartner: linkJ. Greiner
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