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MPE Aktuelles vom 16. Juli 2010
 
 

Kometeneinschlag auf Neptun

Beobachtungen des Weltraumobservatoriums Herschel
deuten auf einen Aufprall vor einigen hundert Jahren hin

Neptun
Vor zweihundert Jahren könnte ein Komet Neptun, den äußersten Planeten unseres Sonnensystems, getroffen haben.
Bild: NASA
Ein Komet könnte vor etwa zweihundert Jahren den Planeten Neptun getroffen haben. Dafür spricht die Verteilung von Kohlenmonoxid in der Atmosphäre des Gasriesen, die eine Forschergruppe - darunter Wissenschaftler des französischen Observatoriums LESIA in Paris, vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau und vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching - jetzt untersucht hat. Die Forscher werteten Messungen des Forschungssatelliten Herschel aus, der seit Mai 2009 in ungefähr 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde um die Sonne kreist.
(Astronomy & Astrophysics, Online- Veröffentlichung 16.7.2010)

Nachdem Forscher vom MPS Hinweise auf einen Kometeneinschlag vor etwa 230 Jahren auf dem Saturn gefunden haben (vgl. Astronomy and Astrophysics, Volume 510, February 2010), deuten jüngste Messungen des Instrumentes PACS (Photodetector Array Camera and Spectrometer) an Bord des Weltraumobservatoriums Herschel jetzt darauf hin, dass ein ähnliches Schicksal auch den Neptun ereilte. PACS erlaubt es den Forschern erstmals, die langwellige Infrarotstrahlung des Planeten Neptun auszuwerten.

In der Atmosphäre des äußersten Planeten unseres Sonnensystems, die größtenteils aus Wasserstoff und Helium besteht, stießen die Forscher vor allem auf eine ungewöhnliche Verteilung von Kohlenmonoxid: In der oberen Atmosphärenschicht, der so genannten Stratosphäre, fanden sie eine höhere Konzentration als in der darunter gelegenen Troposphäre. Einzige Erklärung für die Messergebnisse ist ein Kometeneinschlag. Bei einem solchen Zusammenstoß bricht der Komet auseinander. Das Kohlenmonoxid, das im Kometeneis gebunden ist, verteilt sich im Laufe der Jahre von der Einschlagstelle über die gesamte Stratosphäre.

Das Instrument PACS (Photodetector Array Camera and Spectrometer) ist unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik entstanden. Es analysiert die langwellige Infrarot-Strahlung, also die Wärmestrahlung, welche die eiskalten Objekte im Weltraum wie etwa der Neptun aussenden. Der Forschungssatellit Herschel trägt zudem das größte Teleskop, das jemals vom Weltall aus betrieben wurde.

Originalveröffentlichung:
E. Lellouch et al.:
First results of Herschel /PACS observations of Neptune,
Astronomy & Astrophysics, Vol. 518, L152 (2010),
DOI: 10.1051/0004-6361/201014600
am 16.7.2010 erhältlich unter   externer Verweis http://www.aanda.org/articles/aa/abs/2010/10/contents/contents.html
externer Verweis Vorabveröffentlichung in astro-ph

T. Cavalié et. al.:
A cometary origin for CO in the stratosphere of Saturn?,
externer Verweis Astronomy & Astrophysics, Vol. 510, February 2010,
DOI: 10.1051/0004-6361/200912909
Andere Pressemitteilungen:
Die vollständige Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) finden Sie hier:

externer Verweis MPS Pressemitteilung
Kontakt:
interner Verweis Dr. Hannelore Hämmerle
Pressesprecherin
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3980
E-Mail: hanneh@mpe.mpg.de
  interner Verweis Helmut Feuchtgruber
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3290
E-Mail: fgb@mpe.mpg.de
 
 
 
  ToPzum Seitenanfang   Valid HTML 4.01! Letzte Änderung: 2010-07-19 durch linkH. Steinle
Ansprechpartner: link MPE Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
 
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