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MPE Aktuelles vom 4. August 2010
 
 

3D-Blick auf eine Sternenexplosion

Ein internationales Astronomenteam konnte zum ersten Mal eine dreidimensionale Ansicht der Materieverteilung eines kürzlich explodierten Sterns rekonstruieren. Sie verwendeten dafür das SINFONI-Instrument am Very Large Telescope der ESO, das den am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik gebauten Spektrografen SPIFFI mit adaptiver Optik kombiniert. Die hohe räumliche Auflösung des Instruments und die Möglichkeit mithilfe der Integralfeldspektroskopie verschiedene Bereiche des chaotischen Zentralbereichs der Supernova 1987A (abgekürzt SN 1987A) gleichzeitig untersuchen zu können, waren die Voraussetzung für die nun generierte 3D-Ansicht.

SN 1987A
Diese künstlerische Darstellung der Materie um einen kürzlich explodierten Stern mit dem Namen Supernova 1987A (oder SN 1987A) basiert auf Beobachtungen, die zum ersten Mal einen drei-dimensionalen Blick auf die Verteilung der ausgestoßenen Materie erlauben.
Bild: ESO / L. Calçada
Die im Jahr 1987 in der Großen Magellanschen Wolke, einer Nachbargalaxie der Milchstraße, beobachtete SN 1987A stellt für die Astronomen eine wahre Fundgrube dar: Aufgrund der für astronomische Verhältnisse geringen Entfernung konnte die Explosion eines massereichen Sterns und ihre Auswirkungen, insbesondere die ausgeschleuderte Materie, so detailliert untersucht werden wie nie zuvor. Mit den neuen Daten ist es erstmals möglich, die Struktur der zentralen Bereiche der Explosionsüberreste dreidimensional darzustellen. Dabei zeigt sich, dass bei der gewaltigen Explosion in bestimmte Richtungen besonders viel Material ausgeworfen wurde. Die Asymmetrie ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Supernova sehr turbulent abgelaufen sein muss; eine Erkenntnis, die sich mit den Ergebnissen der neuesten Computersimulationen solcher Ereignisse deckt.

Die neue Sichtweise zeigt insbesondere, dass die Explosion in einige Richtungen stärker und schneller erfolgte als in andere. Daraus ergab sich eine unregelmäßige Form, durch die sich einige Teilbereiche der Explosionswolke weiter in den Raum hinaus erstrecken. Das Material, das bei der Explosion ausgestoßen wurde, bewegt sich mit unglaublichen 100 Millionen km/h nach außen, entsprechend rund einem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit. Aber sogar mit dieser halsbrecherischen Geschwindigkeit benötigte das das Material zehn Jahre, um einen Ring aus Gas und Staub zu erreichen, den der sterbende Stern vor der Explosion ausgestoßen hatte. Die Bilder dokumentieren außerdem eine weitere Materiewelle, die sich mit einem Zehntel der genannten Geschwindigkeit ausbreitet. Sie wird von radioaktiven Elementen aufgeheizt, die bei der Explosion erzeugt wurden.

Links:

    externer Verweis ESO Pressemitteilung
    externer Verweis Zoom auf SN 1987A (ESO Film)
    externer Verweis SPIFFI- Seiten am MPE (in englischer Sprache)

Kontakt:
interner Verweis Dr. Hannelore Hämmerle
Pressesprecherin
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3980
E-Mail: hanneh@mpe.mpg.de

internal link Dr. Frank Eisenhauer
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Tel.: +49 89 30000-3563
Email: eisenhau@mpe.mpg.de
 
 
 
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