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MPE Aktuelles vom 6. August 2010
 
 

Jansky Preis für Prof. Reinhard Genzel

R. Genzel
Reinhard Genzel
Bild: MPE


Das nationale Radioastronomie-Observatorium NRAO der USA gab kürzlich bekannt, dass Prof. Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, den "Karl G. Jansky"-Preis 2010 erhält. Jansky, nach dem der Preis benannt ist, entdeckte 1932 zum ersten Mal Radiowellen von einer kosmischen Quelle. Zu seinem Andenken wird der Preis für außergewöhnliche Beiträge zur Weiterentwicklung der Radioastronomie verliehen.

Karl Jansky war außerdem der erste, der Radiowellen vom Zentrum unserer Milchstraße entdeckte und am 2. November 2010 wird Genzel in Charlottesville die neuesten Ergebnisse zu dieser Region präsentieren. In seinem Jansky-Vortrag über "Das Schwarze Loch im galaktischen Zentrum und den zentralen Sternhaufen" wird er erklären, warum die Beobachtungen über das gesamte elektromagnetische Spektrum hinweg zu der Schlussfolgerung führten, dass SgrA* ein Schwarzes Loch sein muss, und wie dieses Schwarze Loch - laut unserem gegenwärtigen Kenntnisstand - mit dem umgebenden Sternhaufen wechselwirkt, und dabei auch das Rätsel der jüngsten Sternentstehung nahe dem Loch ansprechen.

Obwohl das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße das zentrale Forschungsgebiet von Genzel und seiner Gruppe ist, untersucht er auch die Zentren anderer Galaxien und ob der Einfall von Materie auf massereiche Schwarze Löcher oder die bei der Sternentstehung frei werdenden Energien aktive Galaxien antreiben. Dafür entwickelte er zusammen mit Kollegen Instrumente für Sub-Millimeter- und Infrarot-Wellenlängen, um die Zentralregionen von Galaxien zu untersuchen. Neue Entwicklungen bei der adaptiven Optik und der Interferometrie werden weitere Fortschritte bei hoch-aufgelösten Bildern und spektroskopischen Beobachtungen von Galaxien möglich machen, mit den unterschiedlichsten Teleskopen wie Herschel, VLT und Keck.
Karl G. Janzky
Karl G. Jansky
Bild: NRAO


Für seine Arbeiten erhielt Genzel bereits mehrere internationale Preise und Auszeichnungen wie den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis (1990), den Shaw-Preis (2008) oder den "Galileo 2000"-Preis (2009). Genzel wurde 1986 zum Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik ernannt, besucht die USA aber regelmäßig, da er auch Professor an der Universität von Kalifornien, in Berkeley, ist. Im Jahre 2000 wurde er als auswärtiges Mitglied in die nationale Akademie der Wissenschaften der USA aufgenommen.

Das nationale Radioastronomie-Observatorium NRAO ist eine Einrichtung der National Science Foundation und wird von den Associated Universities Inc. betrieben. Es unterhält mehrere, sich ergänzende Teleskope, wie das Very Large Array (VLA), eine Anordnung aus 27 Radioteleskopen, und das Very Long Baseline Array (VLBA), eine Anordnung aus 10 Radioteleskopen und das astronomische Teleskop mit der höchsten Auflösung. Das NRAO beteiligt sich auch am Bau zweier internationaler Großgeräte, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), zusammen mit Europa, Japan und Chile und dem Expanded Very Large Array (EVLA), in Zusammenarbeit mit Kanada und Mexiko, das einen großen Schritt hin zum internationalen Square Kilometre Array (SKA) darstellt.

Links:
externer Verweis Jansky Preis (in englischer Sprache)


Kontakt:
interner Verweis Dr. Hannelore Hämmerle
Pressesprecherin
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3980
E-Mail: hanneh@mpe.mpg.de
 
 
 
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Ansprechpartner: link MPE Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
 
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