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MPE Aktuelles vom 18. August 2010
 
 

Neuigkeiten von einer Nova: Gamma-Strahlen

Zum ersten Mal konnten Astronomen das Gamma-Strahlungssignal einer Nova nachweisen, was sowohl die Beobachter als auch Theoretiker überraschte. Diese Beobachtung mit dem Fermi Gammastrahlen-Weltraumteleskop der NASA widerlegt die gängige Annahme, dass Nova-Explosionen nicht genügend Energie produzieren um eine derart energiereiche Strahlung auszusenden.

Gammastrahlen sind die energiereichste Form von Licht und das Large Area Telescope (LAT) von Fermi beobachtete die Nova 15 Tage lang. Die Wissenschaftler glauben, dass die Emissionen entstanden, als sich eine sehr schnelle Stoßwelle von der Explosion ausbreitete. Details der Entdeckung beschreiben die Wissenschaftler im Magazin Science, in der Ausgabe vom 13. August 2010.

V407 Cyg
In den 19 Tagen vor dem 10. März konnte das Large Area Telescope von Fermi keine Anzeichen der Nova erkennen (links), wohingegen die Explosion klar in den Daten aus den folgenden 19 Tagen zu sehen ist (rechts).
Bild: NASA/DOE/Fermi LAT Collaboration


Das System V407 Cyg befindet sich 9000 Lichtjahre entfernt. Das Binärsystem enthält einen kompakten weißen Zwergstern und einen Roten Riesen, der etwa 500-mal größer ist als die Sonne. Der Weiße Zwerg fängt einen Teil des Gases ein, das vom Roten Riesen wegströmt. Dieses Gas sammelt sich auf der Oberfläche des Weißen Zwergs und wird schließlich heiß und dicht genug, so dass der Wasserstoff zu Helium fusioniert. Durch die Energie, die bei diesem Prozess frei wird, wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die schließlich dazu führt, dass das angesammelte Gas explodiert. Anders als in einer Supernova-Explosion bleibt der Weiße Zwergstern selbst allerdings intakt.

Das Magnetfeld der Explosion hält die Teilchen innerhalb der Hülle gefangen und beschleunigt sie auf Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit. Die Gammastrahlen entstehen wahrscheinlich, wenn diese beschleunigten Teilchen auf den Wind des Roten Riesen prallen.

Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik ist an der wissenschaftlichen Auswertung der Daten des Large Area Telescope von Fermi beteiligt und war für die Entwicklung der Detektoren und Stromversorgung des Sekundärinstruments, des Fermi Gamma-ray Burst Monitors (GBM), verantwortlich.

Originalveröffentlichung:
Gamma-Ray Emission Concurrent with the Nova in the Symbiotic Binary V407 Cygni
Fermi LAT Collaboration
externer Verweis Science, Volume 329, Issue 5993, pp. 817- (2010) (in englischer Sprache)
Andere Pressemitteilungen:
externer Verweis NASA Pressemitteilung (in englischer Sprache)
externer Verweis Pressemeldung der Universität Hiroshima (in japanischer Sprache)
Kontakt:

interner Verweis Dr. Hannelore Hämmerle
Pressesprecherin
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3980
E-Mail: hanneh@mpe.mpg.de


interner Verweis Dr. Andy Strong
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3575
E-Mail: aws@mpe.mpg.de
 
 
 
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Ansprechpartner: link MPE Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
 
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