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MPE Aktuelles vom 18. November 2010
 
 

Fermi-Teleskop findet riesige "Gamma-Blasen" in der Milchstraße

Wissenschaftler haben eine bisher unbekannte Struktur in der Milchstraße gefunden, als sie öffentlich zugängliche Daten des "Large Area Telescope" (LAT) von Fermi bearbeiteten. Das LAT hat die höchste Empfindlichkeit und die beste räumliche Auflösung von allen bisherigen Gammastrahlendetektoren; das MPE ist an der wissenschaftlichen Auswertung der LAT-Daten beteiligt. Die nun neu entdeckte Struktur erstreckt sich über 50.000 Lichtjahre und könnte der Überrest einer Eruption vom riesigen Schwarzen Loch im Zentrum unserer Galaxis sein. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung zu diesen Ergebnissen erscheint in Kürze im Astrophysical Journal.
Fermi Himmel
Eine riesige Gammastrahlenstruktur wurde bei einer erneuten Analyse der Fermidaten bei Energien von 1 bis 10 Milliarden Elektronvolt entdeckt. Die hantelförmige Struktur (in der Bildmitte) dehnt sich vom galaktischen Zentrum 50 Grad nördlich und südlich der galaktischen Ebene aus.
Bild: NASA/DOE/Fermi LAT/D. Finkbeiner et al..


Die Wissenschaftler führen nun weitere Analysen durch um besser zu verstehen, wie sich diese riesige Struktur gebildet hat. Die Emissionen aus diesen Blasen sind sehr viel energiereicher als der "Gammastrahlennebel" im Rest der Milchstraße; dieser Nebel entsteht, wenn Teilchen, die sich fast mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, mit Licht und interstellarem Gas wechselwirken. Die Blasen scheinen auch klar erkennbare Ränder zu haben. Aufgrund der Form und der Emissionen der Struktur gehen die Wissenschaftler von einer großen und relativ schnell ablaufenden Energieabgabe als Ursache aus.

Eine mögliche Quelle einer derartigen Energie ist ein Teilchenstrahl vom supermassereichen Schwarzen Loch im galaktischen Zentrum. In vielen anderen Galaxien sehen die Astronomen derartige, so genannte "Jets", die durch auf das Schwarze Loch einfallende Materie angetrieben werden. Auch wenn es keinen Hinweis darauf gibt, dass unsere Milchstraße heute einen solchen Jet besitzt, könnte sie in der Vergangenheit einen gehabt haben. Die Blasen könnten aber auch das Ergebnis intensiver Sternentstehung sein, wie derjenigen, die die vielen massereichen Sternhaufen im Zentrum der Milchstraße vor einigen Jahrmillionen gebildet hat.

Hinweise auf die Blasen gibt es auch in früheren
interner VerweisROSAT-Daten sowie von WMAP, das ein übermäßig großes Radiosignal an der gleichen Stelle entdeckte. All diese Daten deuten darauf hin, der Energieausbruch im galaktischen Zentrum auf eine Kombination von unterschiedlichen Mechanismen zurückgeht. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass verfeinerte Messungen mit   interner VerweiseROSITA  und Planck nötig sein werden, um diese unterschiedlichen Szenarien unterscheiden zu können.


Originalveröffentlichung :
  Giant Gamma-ray Bubbles from Fermi-LAT: AGN Activity or Bipolar Galactic Wind?
Meng Su, Tracy R. Slatyer, Douglas P. Finkbeiner
externer Verweis arXiv:1005.5480v3 [astro-ph.HE] (2010)

Pressemitteilungen :
  externer Verweis NASA Pressemitteilung (in englischer Sprache)

Links :
  interner VerweisFermi
interner VerweiseROSITA
interner VerweisROSAT

externer Verweis Why is the Milky Way Blowing Bubbles? (Blog in Sky & Telescope; in englischer Sprache)

Kontakt :
  interner Verweis Dr. Hannelore Hämmerle
Pressesprecherin
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
Tel.: +49 89 30000-3980
E-Mail: hanneh@mpe.mpg.de
 
 
 
  ToPzum Seitenanfang   Valid HTML 4.01! Letzte Änderung: 2010-11-18 durch linkH. Steinle
Ansprechpartner: link MPE Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
 
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