schematisches Spektrum
Photo: Eine neu gefundene Population von stark absorbierten Kernen aktiver Glaxien (orangene Kurve) macht den grösten Beitrag zur kosmischen Hintergrundstahlung (hellblau Kurve). Beide haben ein ähnliches Spektrum, und ihr Maximum an derselben Energie. Als Summe mit den schon bekannten Beiträgen der weniger absorbierten Galaxien können sie den Hintergrund vollständig erklären.
Bild: NASA/Goddard Space Flight Center

Swift-BAT Durchmusterung findet die fehlenden aktiven Galaxien

Forscher des MPE und des Kavli Institute for Particle Astrophysics and Cosmology am SLAC (Kalifornien) haben experimentell bestätigt, dass ein grosser Teil der massereichen Schwarzen Löcher im lokalen Universum sehr stark durch Gas und Staub absorbiert sind, und deshalb von der Erde aus schwer zu finden sind.
Die neue Analyse, angeführt von Davide Burlon, Doktorand am MPE, wird einen signifikanten Beitrag zum Verständnis des Röntgenhintergrundes leisten. Unter Benutzung der Daten des Swift-BAT Instruments haben die Forscher die vermuteten Hauptquellen des Röntgenhintergrundes gesucht, und genauer untersucht: Galaxien mit massereichen Schwarzen Löchern in ihren Zentren. Gas fliesst spiralförmig auf die Schwarzen Löcher, und strahlt dabei viel Röntgenlicht aus. Diese hellen zentralen Röntgenquellen sind als 'Lerne aktiver Galaxien' bekannt, abgekürzt 'AGN' nach dem englischen Namen 'Active Galactic Nuclei'.
Nur ein kleiner Teil der Röntgenstrahlung dieser extrem absorbierten AGN erreicht die Erde, sodass diese Objekte nicht so einfach in den Swift-BAT Daten sichtbar sind. Burlon und seine Kollegen untersuchten ein vollständiges Sample von Röntgenquellen im lokalen Universum (mit einem Abstand bis zu 326 Millionen Lichtjahren) und suchten nach bisher unbekannten stark absorbierten AGN. Sie kombinierten dafür alle Archivdaten von 3 Jahren Swift-BAT Himmelsdurchmusterung. Schliesslich gelang ihnen Nachweis, dass 20 bis 30 Prozent aller AGN im lokalen Universum extrem absorbiert sind. Dieses Resultat ist konsistent mit der vorherrschenden Theorie fü diese Objektklasse.
Viele Wissenschaftler haben seit langer Zeit nach diesen Objekten gesucht - nun scheint das Rätsel gelöst.

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(25. Januar 2011)
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Preisverleihung

Bild: Der "La Calabria nel Mondo"-Preis wird Sandra Savaglio am 12. Oktober 2010 von Antonio Catricalà überreicht, dem Präsidenten der unabhängigen Organisation AGCM.
Copyright: Andrea Cenni

MPE-Wissenschaftlerin Sandra Savaglio mit dem "Kalabrien in der Welt"-Preis ausgezeichnet

Im Oktober erhielt  interner VerweisSandra Savaglio, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik den internationalen "La Calabria nel Mondo"-Preis. Die italienische Organisation C3 International ("Centro Culturale Calabrese") würdige damit Savaglios internationale Ergebnisse in der Astrophysik. Die feierliche Preisverleihung fand im "Campidoglio"-Rathaus in Rom statt.
Jedes Jahr zeichnet C3 International herausragende Persönlichkeiten aus Kalabrien aus, die erfolgreich in Wissenschaft, Kultur, Sport und Journalismus arbeiten und Kalabrien und seine Werte auf der ganzen Welt vertreten. Zu früheren Preisträgern zählen Renato Dulbecco, Nobelpreisträger für Medizin 1975, Leon Panetta, Direktor der CIA, Santo Versace vom Modehaus Versace, und José Serra, Präsidentschaftskandidat in Brasilien 2002.
Neben Savaglio erhielten dieses Jahr 14 weitere Personen die Auszeichnung. Unter den Anwesenden waren auch die Schauspielerin Jo Champa, ein ehemaliges Model für Gianni Versace und Schauspielerin (zuletzt im Film "Somewhere", der den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig gewann), und der Minister für kulturelles Erbe Sandro Bondi.
Nach einem Design des bekannten Künstlers Gerardo Sacco, zeigt der diesjährige Preis eine Szene aus einem der ältesten Manuskripte der Evangelien. Der "Codex purpureus Rossanensis" aus dem 6. Jahrhundert ist im Diözesanmuseum der kalabrischen Stadt Rossano ausgestellt.
(21. Dezember 2010)
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dunkler Gammastrahlenausbruch

Staub in der Umgebung eines Gammastrahlenausbruchs schwächt die Strahlung ab und verfärbt sie, bevor sie den Beobachter erreicht.
Bild: MPE / J. Greiner

Neues Licht auf dunkle Gammastrahlenausbrüche

Gammastrahlenausbrüche gehören zu den energiereichsten Phänomenen im Universum. Doch im sichtbaren Licht betrachtet verursachen einige dieser gigantischen Explosionen nur ein erstaunlich schwaches Glimmen. Nun haben Astronomen vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer Institute herausgefunden, dass für diese so genannten "dunklen" Gammastrahlenausbrüche keine exotischen Erklärungsansätze nötig sind: Im Rahmen der bisher umfangreichsten Studie solcher Ereignisse, durchgeführt mit dem GROND-Instrument am MPG/ESO 2,2 Meter-Teleskop auf La Silla in Chile, gelang es, die Lichtschwäche der dunklen Gammastrahlenausbrüche durch eine Kombination verschiedener Faktoren zu erklären. Den größten Einfluss übt dabei Staub zwischen der Erde und dem Explosionsort aus.

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(16. Dezember 2010)
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Verteilung des Al26

Häufigkeitsänderung von 26Al in einer Gruppe von Sternen.
Bilder:R. Voss..

INTEGRAL enthüllt die turbulente Vergangenheit der Milchstraße in Sonnennähe

Mit neuen Gammastrahlen-Beobachtungen des INTEGRAL-Observatoriums der ESA erkannten Astronomen vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer Institutionen, dass massereiche Sterne noch vor wenigen Millionen Jahren unsere kosmische Nachbarschaft mit schweren Elementen anreicherten. Die Wissenschaftler nutzten dabei den radioaktiven Zerfall eines Aluminiumisotops, das im letzten Abschnitt der Sternentwicklung produziert wird, um das Alter der Sterne in der Scorpius-Centaurus Assoziation zu bestimmen. Auch Sco-Cen genannt, ist dies die nächstgelegene Sternassoziation zur Sonne.

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(30. November 2010)
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Fermi Himmel

Eine riesige Gammastrahlenstruktur wurde bei einer erneuten Analyse der Fermidaten bei Energien von 1 bis 10 Milliarden Elektronvolt entdeckt.
Bild: NASA/DOE/Fermi LAT/D. Finkbeiner et al..

Fermi-Teleskop findet riesige "Gamma-Blasen" in der Milchstraße

Wissenschaftler haben eine bisher unbekannte Struktur in der Milchstraße gefunden, als sie öffentlich zugängliche Daten des "Large Area Telescope" (LAT) von Fermi bearbeiteten. Das LAT hat die höchste Empfindlichkeit und die beste räumliche Auflösung von allen bisherigen Gammastrahlendetektoren; das MPE ist an der wissenschaftlichen Auswertung der LAT-Daten beteiligt. Die nun neu entdeckte Struktur erstreckt sich über 50.000 Lichtjahre und könnte der Überrest einer Eruption vom riesigen Schwarzen Loch im Zentrum unserer Galaxis sein. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung zu diesen Ergebnissen erscheint in Kürze im Astrophysical Journal.

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(18. November 2010)
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Yasuo Tanaka 2001

Yasuo Tanaka
Bild: MPE (D. Grupe)

Tanaka als "Person kultureller Verdienste" ausgezeichnet

Eine sehr hohe japanische Auszeichnung geht dieses Jahr an Dr. Yasuo Tanaka, wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, sowie 16 weitere ausgewählte Personen. Der Astrophysiker ist nicht nur ein angesehenes Mitglied der internationalen Wissenschaftlergemeinde, er fördert auch aktiv den wissenschaftlichen Austausch zwischen Japan und anderen Ländern.

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(2. November 2010)
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Science Week 2010

Cluster Promotionspreis für MPE-Doktorand Thomas Krühler

Dr. Thomas Krühler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik stellte während der "Universe Cluster Science Week", 11.-14. Oktober, seine preisgekrönte Arbeit über "Erweiterte photometrische Studien von Gammastrahlenausbrüchen" vor. Der Exzellenzcluster Universe verleiht zum dritten Mal den "Universe Award" für herausragende experimentelle und theoretische Dissertationen in Astro-, Kern- und Teilchenphysik.

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(11. Oktober 2010)
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V407 Cyg

Nova Cygni 2010 (V407 Cyg) in der Mitte des Bildes.
Bild: NASA/DOE/Fermi LAT Collaboration

Neuigkeiten von einer Nova: Gamma-Strahlen

Zum ersten Mal konnten Astronomen das Gamma-Strahlungssignal einer Nova nachweisen, was sowohl die Beobachter als auch Theoretiker überraschte. Diese Beobachtung mit dem Fermi Gammastrahlen-Weltraumteleskop der NASA widerlegt die gängige Annahme, dass Nova-Explosionen nicht genügend Energie produzieren um eine derart energiereiche Strahlung auszusenden.

Gammastrahlen sind die energiereichste Form von Licht und das Large Area Telescope (LAT) von Fermi beobachtete die Nova 15 Tage lang. Die Wissenschaftler glauben, dass die Emissionen entstanden, als sich eine sehr schnelle Stoßwelle von der Explosion ausbreitete. Details der Entdeckung beschreiben die Wissenschaftler im Magazin Science, in der Ausgabe vom 13. August 2010.

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(18. August 2010)
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NGC 2207

NGC 2207
Image: ESO

Kollisionen knipsen Schwarze Löcher an


Im Herzen der meisten Galaxien sitzt ein massereiches Schwarzes Loch. Auch unsere Milchstraße birgt ein solches exotisches Objekt, das sich allerdings recht ruhig verhält - im Gegensatz zu den schwergewichtigen Massemonstern in anderen Galaxien. Forscher des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching und anderer Institutionen haben jetzt 199 dieser Sternsysteme beobachtet und herausgefunden, warum die Schwarzen Löcher in deren Zentren so aktiv sind: Offenbar wurden sie bei Verschmelzungen von großen Galaxien vor rund 700 Millionen Jahren "eingeschaltet".
(The Astrophysical Journal, im Druck)

Mehr Informationen finden Sie in der

    interner Verweis MPE Pressemitteilung.
(15. Juni 2010)
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K. Nandra

Kirpal Nandra

Kirpal Nandra wird neuer Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik

Die Riege der Direktoren am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) ist wieder vollzählig: Kirpal Nandra wird neuer Direktor und Leiter der Hochenergie-Gruppe. Seine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Röntgenastronomie stellt eine ideale Ergänzung der beiden anderen astrophysikalischen Gruppen am Institut dar, die unter anderem Sternentstehung, Galaxien und die großräumige Struktur im Universum mit Methoden der optischen, Infrarot- und Sub-Millimeterastronomie erforschen.


Mehr Informationen finden Sie in der

    interner Verweis MPE Pressemitteilung.


Bild: MPE
(10. Juni 2010)
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Mosaik

Bild: ESA/XMM-Newton

Aus Alt mach Neu:
Erster Einsatz des neuen Beobachtungsmodus am Weltraumteleskop XMM-Newton öffnet neue Perspektiven für das Studium von Galaxienhaufen

In einer Durchmusterung des Himmels mit dem Röntgen-Satellitenobservatorium XMM-Newton haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer Institutionen zwei Galaxienhaufen entdeckt, die gleichzeitig auch durch ihren Effekt auf die kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung mit dem South-Pole-Teleskop gefunden wurden. Die Entdeckung mit XMM-Newton wurde erst möglich durch die Einführung des neuen Mosaik-Beobachtungsmodus, der effizient große Bereiche des Himmels in kurzer Zeit abdecken kann. Damit öffnet sich ein neues Beobachtungsfenster für Galaxienhaufen, da ähnliche Beobachtungen in anderen Wellenlängen nun mit derartigen Himmelsdurchmusterungen im Röntgenbereich kombiniert werden können.

Mehr Informationen finden Sie in der

    interner Verweis MPE Pressemitteilung.
(31. Mai 2010)
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Posetta Nebel
In diesem Falschfarbenbild deuten Pfeile auf Galaxien, die sich wahrscheinlich in gleicher Entfernung befinden. Die Kombination der Röntgendaten und massereichen Galaxien beweist, dass es sich um einen gravitativ gebundenen Haufen handelt.

Galaxienhaufen verrät sich durch unsichtbares Licht

10 Mai 2010 - Ein internationales Astronomenteam aus Deutschland und Japan hat einen Galaxienhaufen aus den Anfängen des Universums entdeckt: die gemessene Entfernung von 9,6 Milliarden Lichtjahren ist die größte, bei der je ein Galaxienhaufen gefunden wurde. Die Beobachtungen im Infrarot- und Röntgenlicht zeigten, dass der Haufen hauptsächlich aus alten, massereichen Galaxien besteht, die sich in den frühen Phasen des Universums gebildet haben. Zusammen mit Ähnllichen Beobachtungen erhalten die Astronomen so nicht nur Informationen frühe Galaxienentwicklung, sondern auch über die Anfänge des Universums insgesamt.



Mehr Informationen finden Sie in der
    interner Verweis MPE Pressemitteilung.

Ansprechpartner am MPE: A. Finoguenov VerweisA. Finoguenov
(10. Mai 2010)
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Posetta Nebel
Bild: S. Giodini, A. Finoguenov/MPE

Schwarze Löcher - die Gasbläser des Universums

Viele große Galaxien beherbergen in ihren Zentren superschwere Schwarze Löcher mit der Masse von vielen Millionen Sternen. Wegen seiner unvorstellbar großen Anziehungskraft verschlingt ein Schwarzes Loch die umgebende Materie. Diese kosmische "Mahlzeit" setzt große Energiemengen frei, die in gewaltigen Strahlen - den Jets - ausgestoßen werden. Jetzt haben Astronomen des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik gezeigt, dass dabei nicht nur Materie aus den Galaxien selbst herausgeschleudert wird, sondern sogar ein Teil des Gases zwischen den Mitgliedern einer Galaxiengruppe.
(Astrophysical Journal, 1. Mai 2010)

Mehr Informationen finden Sie in der
    interner Verweis MPE Pressemitteilung.

Ansprechpartner am MPE: S. Giodini VerweisS. Giodini
(30. April 2010)
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HM Cancri
HM Cancri
Bild: Rob Haynes, Louisiana State University       

Extremer Doppelstern mit nur 5 min Umlaufbahn

Schneller geht`s kaum: Zwei Sonnen umlaufen einander in nur fünfeinhalb Minuten. Damit ist HM Cancri das Doppelsternsystem mit der kürzesten bekannten Umlaufperiode - und gleichzeitig auch das kleinste. Seine Größe entspricht in etwa einem Viertel der Entfernung zwischen Erde und Mond, also rund 100.000 Kilometern. Herausgefunden haben das Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderen Institutionen.

    externer Verweis Originalveröffentlichung
        ApJ 711, L138-L142 (2010); (in englischer Sprache)

    externer Verweis MPG Pressemitteilung

Ansprechpartner am MPE: A. Rau VerweisArne Rau
(9. März 2010)
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XMM
XMM-Newton Satellit
MPE Wissenschaftler
MPE Wissenschaftler diskutieren XMM Daten

10 Jahre XMM-Newton

Das MPE war an diesem Satelliten während der Entwicklung und den Test der Teleskope maßgeblich beteiligt, stellt die EPIC-pn Kamera und betreibt das "Survey Science Center".
Das wissenschaftliches Ziel von XMM-Newton ist die Abbildung kosmischer Röntgenquellen mit moderater räumlicher Auflösung aber höchst empfindlicher Spektroskopie. Dazu werden drei hochgeschachtelte Wolter-Teleskope benutzt, in deren Foki Röntgen-CCD-Kameras eingesetzt werden. Zwei der Teleskope tragen in ihrem Strahlengang ein Arrangement von Reflexionsgittern, mit denen das spektrale Auflösungsvermögen bis auf 1.000 gesteigert werden kann. Mit einem kleinen optischen/UV Teleskop können die Röntgenquellen gleichzeitig identifiziert werden.
Zum 10-jährigen Jubliäum von XMM-Newton widmete EuroNews dem Röntgensatelliten einen Beitrag in seiner Sendung "space", der in Zusammenarbeit mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA und dem MPE entstand.

Weiterführende Verweise:
   externer Verweis EuroNews Sendung "space" über XMM die teilweise am MPE gefilmt wurde
(8 Minuten; MPEG-4 Format; 102 MB)
externer Verweis XMM Webseiten der ESA zum zehnjährigen Jubiläum (in englischer Sprache)
interner Verweis XMM Webseiten am MPE

Ansprechpartner am MPE:   
interner Verweis F. Haberl

    
interner Verweis W. Pietsch
(17. Februar 2010)
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M31
Der Quasar J004457+4123 (eingekreistes Objekt auf dem Bild oben links) erscheint als ein schwaches Lichtpünktchen, das auf den Himmelsaufnahmen nicht von der riesigen Anzahl der Sterne der Andromedagalaxie (rechts) zu unterscheiden ist.

Quelle: TLS Tautenburg

Spektakulärer Helligkeitsausbruch eines weit entfernten Quasars

Mit neuen Beobachtungsdaten konnte eine internationale Forschergruppe vom MPE, der Landessternwarte Tautenburg und anderen nun bestätigen, dass ein 1992 als so-genannte Nova in unserer Nachbargalaxie Andromeda beobachtetes Objekt in Wirklichkeit der spektakuläre Helligkeitsausbruch eines weit entfernten Quasars war. Die wahrscheinlichste Erklärung für die Größe und Form der Helligkeitsänderung bietet ein massereicher Stern, der dem gigantischen Schwarzen Loch im Zentrum der weit entfernten Galaxie zu nahe kam, wo er von den Gezeitenkräften zerrissen wurde.

Verweise:
  externer Verweis Pressemitteilung der Tautenburger Landessternwarte
  externer Verweis Webseiten der Tautenburger Landessternwarte

Ansprechpartner am MPE:   
interner Verweis W. Pietsch
(11. Februar 2010)
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Beispiel
Röntgenemission im COSMOS Feld.
Bild: ESA

XMM-Newton spürt Dunkle Materie auf


Durch Beobachtungen von schwachen, entfernten Galaxiengruppen, die mit dem XMM-Newton-Observatorium der Europäischen Raumfahrtagentur ESA durchgeführt wurden, konnte die Entwicklung der räumlichen Verteilung dunkler Materie weiter untersucht werden. Die Ergebnisse der Studie, an der Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching beteiligt sind, wurden kürzlich im renommierten Astrophysical Journal veröffentlicht.

[ interner Verweis mehr ]
(25. Januar 2010)
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Photonenankunftszeiten
Photonenankunftszeiten
(s. Veröffentlichung in der Zeitschrift Nature)
Bild: Nature
Photonen von Gamma-Ray Bursts testen Einstein's Theorie der Speziellen Relativität


Einsteins Spezielle Relativitätstheorie postuliert dass die Geschwindigkeit des Lichtes, die ein Beobachter wahrnimmt, nicht von dessen Wellenlänge abhängt. Allerdings sollten auf der fundamentalen Planck-Skala Quanten-Effekte eine Rolle spielen und die Struktur der Raum-Zeit bestimmen - hier könnte dieses Prinzip der Lorentz-Invarianz seine Gültigkeit verlieren. Wissenschaftler des MPE sind an einem Test dieses Grenzverhaltens beteiligt, den hochenergetische Strahlung von Gamma-Ray Bursts aus kosmologisch-tiefen Entfernungen möglich macht. Mit den Instrumenten des Fermi Satelliten (GBM, LAT) wurden Photonen des kurzen Gamma-Ray Bursts GRB090510 im Bereich von keV bis hinauf zu 31 GeV Energie gemessen. Damit kann eine Verletzung des Prinzips der Lorentz-Invarianz ausgeschlossen werden, mit einer Messschärfe von 1:1017 ist dies die bisher beste derartige Grenze, mit der einige der Theorien zur Quanten-Gravitation unvereinbar und damit als ungültig erkannt sind.
(Abdo et al., Nature 462, Okt. 2009)

Verweise:
externer Verweis Nature Originalveröffentlichung
   (in englischer Sprache)
externer Verweis Stanford University News
   (in englischer Sprache)
Anprechpartner:

linkJ. Greiner

linkA. von Kienlin
(5. November 2009)
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Vertragsunterzeichnung
Vertragsunterzeichnung
v.l.n.r.: Reichle, Wörner, Perminov

eROSITA
eROSITA

Bilder: MPE

Röntgenteleskop eROSITA:

DLR und Roskosmos unterzeichnen technische Vereinbarung in Moskau

Mit sieben Röntgen-Augen soll das Teleskop eROSITA nach schwarzen Löchern und Dunkler Materie fahnden. Am heutigen Dienstag, 18.8.2009, haben Vorstandsmitglieder des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos in Moskau eine Vereinbarung unterzeichnet, die alle organisatorischen und technischen Randbedingungen festlegt.

Endgültig grünes Licht haben damit auch Forscher am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, unter deren Federführung eROSITA entsteht.

Verweise:

externer Verweis MPG Pressemitteilung

externer Verweis DLR Pressemitteilung

interner Verweis MPE eRosita Projektbeschreibung
Kontakt:

linkP. Predehl
(18. Juli 2009)
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PRL102
Bild: Rochester Institute of Technology

Lebende Fossilien einer vergangenen Epoche
Sternhaufen belegen Verstoß eines schwarzen Lochs aus Muttergalaxie

Wenn bei der Verschmelzung zweier Galaxien auch die supermassereichen schwarzen Löcher in ihren Zentren verschmelzen, entsteht ein Rückstoß, der das dabei entstehende schwarze Loch aus der Galaxie herauskatapultieren kann. Wie Wissenschaftler von Rochester Institute of Technology (RIT), MPE und Johns Hopkins Universität jetzt entdeckten, weist der an ein solches schwarzes Loch gebundene Sternhaufen besondere Eigenschaften auf und eröffnet damit einen neuen Weg, den Vorgang im Detail zu untersuchen. Die Sterne rund um verstoßene schwarze Löcher fallen insbesondere dadurch auf, dass sie sich sehr schnell bewegen. Als eine Art lebender Fossilien einer vergangenen Epoche helfen sie den Wissenschaftlern, Licht in die turbulente Vergangenheit verschmelzender Galaxien in nahen Galaxienhaufen zu bringen.

Verweise:

externer Verweis RIT Pressemitteilung (in englischer Sprache)

externer Verweis Original Veröffentlichung
Kontakt:
linkS. Komossa
(10. Juli 2009)
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GRB090423

In diesem Bild ist das rote Objekt das Nachleuchten des Gammastrahlenausbruchs, der nur bei grösseren Wellenlängen (Infrarot) sichtbar ist.

Bild: GROND/MPE

Neuer Entfernungsrekord
Gammastrahlenausbruch 090423 am Rande des Universums

Nur 15 Stunden nach der Entdeckungsmeldung des NASA Satelliten Swift über einen Gammastrahlenausbruch am 23. April beobachtete diesen ein Astronomenteam vom MPE. Mit dem am MPE gebauten Instrument linkGROND, das am MPI/ESO Teleskop auf La Silla Observatorium (Chile) motiert ist, wurde das Nachleuchten gleichzeitig in sieben Spektralbereichen (g'r'i'z'JHK) untersucht. Die Ergebnisse ermöglichten der Gruppe um Jochen Greiner sehr rasch eine Rotverschiebung der Quelle von etwa z = 8 zu berechnen, die sie als das bisher am weitesten entfernteste Objekt am Himmel auswies.

[  interner Verweismehr ]

(28. April 2009)
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Abell 3571

ROSAT Falschfarbenbild des Galaxienhaufens A3571. Die variable Röngenquelle ist durch einen Pfeil markiert.

Bild: MPE

Hinweis auf eine Sternzerstörung durch Gezeitenkräfte im Zentrum des Galaxienhaufens Abell 3571

Die Autoren der Veröffentlichung, davon mehrere vom MPE, entdeckten in den Daten des ROSAT Satelliten zufällig eine Röntgenquelle in dem Galaxienhaufen Abell 3571, die in ihrer Helligkeit über einen Zeitraum von 13 Jahren stetig abnahm. Solch eine Beobachtung ist konsistent mit der Zerstörung eines Sterns durch ein Schwarzes Loch mit 107 Sonnenmassen. Da das Schwarze Loch nur wenig Masse verschlingt, muss es sich um eine teilweise oder explosive Zerstörung eines Sterns handeln.

Diese Veröffentlichung wurde von den Herausgebern der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics als externer Verweis A&A Highlight eingestuft. Die Herausgeber wollen mit diesen Highlights die Aufmerksamkeit der Leser auf Veröffentlichungen in der aktuellen Ausgabe lenken, die sie für besonders wichtig oder interessant auch für Leser aus anderen Fachgebieten halten.

Verweise:

Originalveröffentlichung in
externer Verweis Astron. & Astrophys. 495, 523-535 (2009) (in englischer Sprache)
Kontakt:

linkN. Cappelluti
(02. März 2009)
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GRB 080916C

31.7 Stunden nach dem Anfang des Gammastrahlen-
ausbruchs GRB 080916C, wurde das Abklingen des Ausbruchs mit dem Gamma-Ray Burst Optical/Near-Infrared Detector (GROND) beobachtet.

Bild: MPE / GROND




Extremster bisher beobachteter Gammastrahlenausbruch mit dem NASA Satelliten Fermi gemessen

Der erste Gammastrahlenausbruch der von dem NASA Satelliten Fermi Gamma-ray Space Telescope mit deutlicher Emission im GeV Bereich beobachter wurde, ist auch in anderer Hinsicht bedeutend. Kein Ausbruch davor war so energiereich, zeigte so grosse Geschwindigkeiten des abgestossenen Materials und emittierte zu Begin so hochenergetische Strahlung.

[  interner Verweismehr ]

(19. Februar 2009)
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Valid HTML 4.01! Letzte Änderung: 2011-01-25 durch VerweisH. Steinle