STARTSEITE   English Kontakt    Sitemap    Impressum   INTRANET     

link to MPE home
Verweis zur Max-Planck-Gesellschaft
 

  Max-Planck-Institut
  für extraterrestrische Physik

     

 
MPE-40
historische MPE Bilder
Verweis MPE
Verweis Institut
Verweis Aktuelles
Verweis Forschungsbereiche
Verweis Projekte
Verweis Kollaborationen
Verweis Öffentlichkeitsarbeit
Verweis Veröffentlichungen
Verweis Links
 
Verweis Astronomy
Resources
    VerweisMPE   VerweisInstitut   ZeigerGeschichte  
 
Geschichte des MPE
 
 
s.u. Geschichtlicher Überblick
s.u. Abriss der Geschichte des MPE
s.u. Literatur / Institutsfilme

interner Verweis Archiv von MPE Projektseiten

 

Geschichtlicher Überblick

1961 Gründung der Arbeitsgruppe Lüst
1963 Gründung des MPE als Teilinstitut des MPI für Physik und Astrophysik. Direktor R. Lüst;
Umzug nach Garching
1966 K. Pinkau wird wissenschaftliches Mitglied am MPE (Kosmische Strahlen und Gamma-Astronomie)
1969 K. Pinkau wird Direktor am Institut;
G. Haerendel wird wissenschaftliches Mitglied am MPE (Weltraum-Plasmaphysik)
1972 G. Haerendel wird Direktor am Institut;
R. Lüst wird beurlaubt und Präsident der MPG;
K. Pinkau wird geschäftsführender Direktor am Institut
1975 J. Trümper wird wissenschaftliches Mitglied und Direktor am MPE (Röntgenastronomie)
1981 Die von J. Trümper gegründete Röntgentestanlage "Panter" des MPE wird in Neuried in Betrieb genommen
1981 K. Pinkau wird beurlaubt und Direktor am IPP;
Gamma-Astronomie wird von V. Schönfelder weitergeführt
1985 G. Morfill wird wissenschaftliches Mitglied und Direktor am MPE (Theorie)
1986 R. Genzel wird wissenschaftliches Mitglied und Direktor am MPE (Infrarot-Astronomie)
1991 Umwandlung des MPI für extraterrestrische Physik in ein selbständiges Institut
1992 J. Trümper gründet gemeinsam mit dem MPI für Physik (MPP) das gemeinsam vom MPE und MPP betriebene Halbleiterlabor
1998 September: Baubegin für den Erweiterungsbau
2000 In einer Zusammenarbeit von MPE und der University of California Berkeley wird von R. Genzel das "UCB-MPG Center for International Exchange in Astrophysics and Space Science" gegründet
2000 G. Morfill gründet gemeinsam mit dem IPP das "Center for Interdisciplinary Plasma Science" (CIPS)
2000 Dezember : offizielle Einweihung des Erweiterungsbaus
2001 Eröffnung der "International Max-Planck- Research School on Astrophysics" (IMPRS) durch MPE, MPA, ESO, MPP und die Münchner Universitäten
2001 J. Trümper wird emeritiert;
G. Haerendel wird emeritiert und geht als Vizepräsident an die Internationale Universität Bremen;
G. Hasinger wird wissenschaftliches Mitglied und Direktor am MPE (Röntgen-Astronomie)
2002 R. Bender wird wissenschaftliches Mitglied und Direktor am MPE (optische und interpretative Astronomie)
2003 40 Jahre MPE:

40 Jahre MPE
Institut und Mitarbeiter 2003.

2004 Ende des Jahres wird das "Center for Interdisciplinary Plasma Science" (CIPS) aufgelöst.
2008 G. Hasinger verlässt das MPE und wird wissenschaftlicher Direktor am IPP.
Die früher unabhängigen Abteilungen Röntgenastronomie und Gammastrahlenastronomie werden zur Hochenergieastrophysik Abteilung vereinigt.
2010 Kirpal Nandra wird neuer Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und Leiter der Hochenergie-Astrophysik Abteilung.

film Eine kurze (7 Minuten) Beschreibung der Aufgaben des Instituts gibt es als   Film Video (MPEG-Format; 138 MB). Der Film wurde aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Instituts 2003 erstellt.


ToP zum Seitenanfang  

Abriss der Geschichte des MPE

MPE 1985 Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) ist aus der von Prof. Reimar Lüst am 23. Oktober 1961 geschaffenen Abteilung für extraterrestrische Physik am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik hervorgegangen. Diese Abteilung wurde am 15. Mai 1963 (Senatsbeschluß) in ein Teilinstitut des MPIs für Physik und Astrophysik umgewandelt. Prof. Lüst wurde zum Direktor des Instituts berufen. Das MPE ist der experimentellen und theoretischen Erforschung des Raumes außerhalb der Erde und astrophysikalischer Phänomene gewidmet. (s.u. s. Literatur [1])

In den Jahren 1966 und 1969 wurden Prof. Klaus Pinkau und Dr. Gerhard Haerendel wissenschaftliche Mitglieder am MPE. Prof. Klaus Pinkau wurde 1969 dann Direktor am Institut. 1972 erhielt das MPE eine kollegiale Leitung durch seine Direktoren. Im selben Jahr wurde Prof. Lüst zum Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft gewählt und daher von seinen Aufgaben am MPE beurlaubt. Prof. Joachim Trümper nahm 1975 den Ruf als wissenschaftliches Mitglied und Direktor am Institut an. Im Jahre 1981 folgte Prof. Pinkau einem Ruf als wissenschaftlicher Direktor an das Institut für Plasmaphysik (IPP). Er ist seither vom MPE beurlaubt.
In den Jahren 1984 und 1986 erfolgten die Berufungen von Prof. Gregor E. Morfill (Theorie) und Prof. Reinhard Genzel (Infrarot- und Sub-Millimeter-Astronomie) zu wissenschaftlichen Mitgliedern und Direktoren am Institut. Nach der Emeritierung von Prof. Trümper und Prof. Haerendel im Jahre 2001 und der Berufung von Prof. Günther Hasinger (Röntgenastronomie, Nachf. Trümper) und Prof. Ralf Bender (optische und interpretative Astronomie) in den Jahren 2001 und 2002 erhielt das Direktorium seine heutige Struktur.

Bei seiner Gründung 1963 hatte das Institut 29 Mitarbeiter davon waren 9 Wissenschaftler und 1 Doktorand. Bis 1975 wuchs die Zahl auf 180 davon 55 Wissenschaftler und 13 Doktoranden. Seit 1973 ist die Zahl der Planstellen des Institutes nicht gestiegen, vielmehr wurden in den letzten Jahren, ohne Rücksicht auf die gewaltigen wissenschaftlichen Erfolge, sogar noch Planstellen gestrichen. Die zunehmenden Aufgaben und internationalen Verpflichtungen konnten daher in den letzten 20 Jahren praktisch ausschließlich mit zeitlich befristeten und drittmittelfinanzierten Stellen aufgefangen werden. Ende 2003 betrug die Anzahl der Mitarbeiter am MPE 267, davon 52 Wissenschaftler und 53 Nachwuchswissenschaftler. Dazu kommen noch 94 Drittmittelbeschäftigte (davon 84 Wissenschaftler) und 30 Gastwissenschaftler.
Das Institut ist auf Grund seiner international führenden Rolle ein Anziehungspunkt für wissenschaftliche Gäste aus aller Welt. Die Zahl der längerfristigen Gäste stieg von 12 im Jahr 1974 bis auf ein Maximum von72 im Jahr 2000. Im Jahr 2003 waren es dann nur noch 30 Gastwissenschaftler. Durchschnittlich beherbergte das MPE in den letzten Jahren etwa 50 Gäste.

In den ersten Jahren stand die Untersuchung von extraterrestrischen Plasmen und der Magnetosphäre der Erde im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeiten. Dazu dienten in situ Messungen von Teilchen und elektromagnetischen Feldern sowie eine speziell entwickelte Ionenwolkentechnik mit Höhenforschungsraketen.

Als Forschungsschwerpunkt entwickelten sich in der Folgezeit die astrophysikalischen Beobachtungen im Infrarot-, Röntgen- und Gamma-Bereich, bei denen wegen der atmosphärischen Absorption keine Bodenbeobachtungen möglich sind. Als Träger für die Experimente wurden Raketen (bisher über 100) und Höhenballone (bisher über 50; s. z.B.   Verweis HEXE) eingesetzt. MPE 1992

Seit den 90-iger Jahren des letzten Jahrhunderts haben sich Satelliten wegen ihres günstigen Beobachtungszeit zu Kostenverhältnisses als Trägerplattformen durchgesetzt. Allerdings werden auch hochliegende Teleskope und hochfliegende Beobachtungsflugzeuge zur Datengewinnung genützt, wo immer dies möglich ist.

Um die vielen erfolgreichenBeobachtungen und Messungen schnell und effektiv auszuwerten, gibt es eine starke, experimentnah orientierte Theoriegruppe am MPE. Die enge Wechselwirkung von Beobachtung und Theorie am Institut führt zu einer raschen Gewinnung und Umsetzung neuer Erkenntnisse und damit wieder zu verbesserten Experimenten und Beobachtungen.
Seit ca. 10 Jahren ist die Theoriegruppe am MPE sehr aktiv im Wissenstransfer der Forschungsergebnisse aus dem neuen Bereich "Analyse komplexer Systeme". Dieser Wissenstransfer geht in anwendungsnahe Forschungsgebiete der Medizin (Frühdiagnose von Hautkrebs, Tumoren, pränatale Überwachung), der Ingenieurwissenschaften (Fertigungswissenschaften und Qualitätskontrolle) und des Pharmabereichs (Prüfung und Medikamentenentwicklung).

Durch moderne Beobachtungstechniken auf Satelliten sind über lange Zeit hohe Datenflüsse aufzunehmen, aufzubereiten und für die Auswertung zur Verfügung zu halten. Diese enorme Aufgabe wird durch eine in den letzten zehn Jahren stark gewachsene Datenverarbeitungsgruppe erfüllt. Für die großen Satellitenprojekte wurden spezielle Datenzentren eingerichtet, insbesondere das ROSAT Datenzentrum.

Neben den vielen Erfolgen gab es auch Rückschläge. Hart betroffen war das Institut durch Fehler bei Testflügen von Ariane Trägerraketen 1980 und 1996. Der Satellit   Verweis "Feuerrad" an dem viele Mitarbeiter des Instituts über Jahre gebaut hatten, ging auf Grund einer Brenninstabilität der zweiten Stufe am 23. Mai 1980 verloren. Das gleiche Schicksal ereilte die vier Satelliten der "CLUSTER"-Mission beim Start der ersten Ariane 5 am 4. Juni 1996. Dieses Mal führte ein Fehler in der Raketen-Software zur Katastrophe. Der jüngste Misserfolg war der Satellit "ABRIXAS", ein unter der Leitung des MPE von der Industrie gebauter Röntgensatellit, der im April 1999 nach wenigen Stunden in der Erdumlaufbahn wegen eines Fehlers in der Stromversorgung ausfiel.

Insgesamt jedoch kann das MPE auf eine Geschichte mit vielen wissenschaftlichen Erfolgen zurückblicken. Eine kleine Auswahl daraus ist im folgenden zusammengestellt:

  • Die Erforschung der Ionosphäre und der Magnetosphäre durch Ionenwolken (1963 - 1985)

  • Die erste Karte der galaktischen Gammastrahlung ( > 70MeV) gemessen mit dem Satelliten COS-B (1978)

  • Die Messung des Magnetfeldes des Neutronensterns Her-X1 mit Hilfe der Gyrolinie (Ballonexperimente 1978)

  • Der experimentelle Nachweis des Rekonnexionsprozesses (1979)

  • Der künstliche Komet (AMPTE 1984/85)

  • Numerische Simulation einer stoßfreien Stoßwelle (1990)

  • Die erste Karte des Röntgenhimmels aufgenommen mit dem abbildenden Röntgenteleskop des Satelliten ROSAT (1993)

  • Die Gamma-Himmelskarte im Bereich von 3 bis 10 MeV gemessen durch das richtungsauflösende Compton-Teleskop COMPTEL auf dem Satelliten GRO (1994)

  • Das Plasma-Kristall Experiment (1996)

  • Die Messung der Element- und Isotopenzusammensetzung des Sonnenwinds durch das CELIAS Experiment auf dem Satelliten SOHO (1996)

  • Die erste Messung von Wassermoleküllinien in einer expandierenden Sternhülle durch das Fabry-Perot Spektrometer auf dem Satelliten ISO (1996)

  • Erster Nachweis von Röntgenemission von Kometen (1996)

  • Nachweis von Gamma-Lininenemission (44Ti) in Supernovaüberresten (1998)

  • Erste Aufnahmen von Planeten (Mars, Venus) im Röntgenlicht (2001)

  • Die Bestätigung der Existenz eines supermassiven schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxis (2002)


Erweiterungsbau
MPE 2001 Im Herbst 2000 wurde, nach gut zweijähriger Bauzeit, unser Erweiterungsbau fertiggestellt und bezogen. Neben den Büro- und Laborräumen haben wir nun auch einen großen Seminarraum für etwa 200 Personen und mehrere kleine Besprechungsräume. Damit sind nach über 15 Jahren wieder alle Arbeitsgruppen des Instituts in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht.

Verweis Fotos des Erweiterungsbaus
Verweis Fotos von der Einweihungsfeier
Verweis Luftbilder vom Mai 2001


ToP zum Seitenanfang  

Literatur / Institutsfilme

  1. Dr. Ulf von Rauchhaupt, ein ehemaliges Mitglied des MPE, hat mehrere Artikel zur Geschichte der Institutsgründung und zur damaligen Situation der Forschung in Deutschland verfasst:
    pdf-Dokument "Coping with a new Age: The Max-Planck Society and the Challenge of Space Science in the early 1960s" (pdf; 100 kB)
    Manuskript eines Vortrages der am 2. Oktober 2000 auf dem Ringberg Symposium der MPG "Innovative Structures in Basic Research", zum Thema "Definition of New Frontiers" gehalten wurde.
    Der Beitrag ist in englischer Sprache.
    pdf-Dokument "To Venture Beyond the Atmosphere - Aspects of the Foundation of the Max Planck Institute for Extraterrestrial Physics" (pdf; 2.7 MB)
    Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Preprint Nr. 134, Berlin 2000.
    Der Beitrag ist in englischer Sprache.
    pdf-Dokument "To Venture Beyond the Atmosphere - The Foundation of the Max Planck Institute for Extraterrestrial Physics And the Roots of West German Space Research" (pdf; 150 kB)
    Artikel in der amerikanischen Raumfahrtgeschichte-Zeitschrift QUEST, Vol. 8, Nr. 2, pp. 32- 44 (2000).
    Der Beitrag ist in englischer Sprache.

  2. Zum 40-jährigen Jubiläum des MPE und dem im gleichen Jahr 2003 gefeierten 80. Geburtstag des Institutsgründers Prof, Reimar Lüst wurde eine   pdf-Dokument Broschüre (pdf, 37 MB) herausgegeben. Sie enthält den Rückblick von Prof. R. Lüst auf seine Laufbahn unter dem Titel "Vom Meeresboden zur Erdoberfläche in den Weltraum" und den Beitrag des "jüngsten" Direktors am MPE, Prof. Ralf Bender mit dem Titel: "Schwarze Löcher am MPE".

  3. Seit 1963 erscheinen Jahresberichte des MPE. Ab dem Jahre 1998 sind sie auch im Internet verfügbar:   Verweis Jahresberichte / Jahresstatistiken
    2007 wurde beschlossen keine weiteren Jahresberichte mehr zu verfassen.
    Den früher in den Jahresberichten enthaltenen Statisitikteil findet man nun in den Jahresstatistiken und die link Fachbeiratspräsentationen ersetzen in gewissem Sinn die Berichte zu den wissenschaftlichen Arbeiten am Institut, fassen aber immer mehrere Jahre zusammen.
    Der aus historischer Sicht besonders interessante erste Jahresbericht 1963 - 1965 ist als pdf-Dokument (3.1 MB) verfügbar:  pdf-Dokument Jahresbericht 1963 - 1965


  4. 1980/81 wurde ein 20-minütiger Film über wissenschaftliche Ballon-"Flüge" aus MPE Material zusammengestellt.
    Film MPE Ballon Film (mpg-Format; 440 MB)
    Da der Film nur mit Musik unterlegt ist, gibt es eine extra Seite mit einer
    Verweis  Beschreibung des Films.
    Vom Institut für Astronomie und Astrophysik, Tübingen wurde eine Verweis Version mit Untertiteln zur Verfügung gestellt (avi-Format; 220 MB).

  5. 1995 wurde ein erster 10-minütiger Film über das Institut erstellt. Er ist inzwischen natürlich leicht veraltet.
    Film MPE Film von 1995 (mp4-Format; 48 MB)

  6. 2003 wurde zum 40-jährigen Bestehen des MPE ein neuer 7-minütiger Film über das Institut und seine Aufgaben erstellt.
    Film MPE Film von 2003 (MPEG-Format; 138 MB)

  7. 2007 wurde für den Fachbeirat ein Film über die eindrucksvollen technischen Einrichtungen des Instituts erstellt.
    Film Instrumentierung und Technologieentwicklung am MPE (2007; 22 Minuten, mp4-Format; 90 MB)


 
 
 
  ToPzum Seitenanfang   Valid HTML 4.01! Letzte Änderung: 2012-02-23 durch linkH. Steinle
Ansprechpartner: link MPE Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
 
© Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik